Der Verband Kinder- und Jugendarbeit

Forum  für Kinder- und Jugendarbeit Ausgabe 1/2014

Unter anderem mit Beiträgen von:

  • Prof. Dr. Raimund Geene (Hochschule Magdeburg-Stendal)
  • Brigitte Hullmann (Referatsleiterin in der BASFI)
  • Prof. em. Dr. Timm Kunstreich
  • Gabriele Friederike Biehl (Netzwerkkoordinatorin des Netzwerkes Frühe Hilfen im Bezirk Nord)
  • Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker (Professor für Sozialpädagogik / Außerschulische Jugendbildung an der Universität Hamburg)

    Inhalt und Impressum hier

    Um auch die Jüngsten und deren Eltern im FORUM einmal ausführlicher in den Blick zu nehmen haben wir diese Ausgabe unter die Überschrift „Frühe Hilfen und Angebote“ gestellt. Dass wir den gängigen Terminus „Frühe Hilfen“ um „Frühe Angebote“ ergänzen ist in den Paradigmen der Sozialraumkonzepte begründet: Während „Hilfen“ i.d.R. mit besonderer Bedürftigkeit des Einzelnen verbunden werden, wenden sich „Angebote“ an die Menschen, ohne dass diese ein besonderes Defizit oder einen besonderen Hilfebedarf nach- oder vorweisen müssen. Auch impliziert das Wort „Angebot“ die Möglichkeit, dieses frei zu wählen oder eben auch nicht, während mit einem „Hilfebedarf“, zumindest bei Babys und Kleinkindern, schnell die gedankliche Kette: Gefährdung-Kontrolle-Intervention assoziiert wird.

    Nun hat sich in der Fachdiskussion um Frühe Hilfen – dem Namen zum Trotz – insgesamt eher die Position der freiwilligen Angebotsebene durchgesetzt, als die Vorstellung einer anordnenden, herabwürdigenden oder belehrenden Fürsorgehaltung. Wenn Raimund Geene, Professor für Kindergesundheit, in seinem einleitenden Beitrag die Frühen Hilfen als „elementare Bausteine einer modernen gesundheitlichen und sozialen Versorgungsstruktur“ bezeichnet, dann spricht das eher für – defizitunabhängige – Angebote für alle, als für ein Programm, das vorrangig dem Aufspürens mangelnder Erziehungs- und Versorgungsfähigkeiten einzelner Familien dienen soll: Das Kontrollverständnis, so Geene, gehöre der Vergangenheit an, „moderne Gesundheits- und Sozialpolitik nimmt eine wertschätzende Haltung ein.“

    Zum vollständigen Editorial des Heftes gelangen Sie hier

     

    Ausgewählte Beiträger zum download:

    Prof. Dr. Raimund Geene: Ein Bündnis mit Eltern für kindliches Wohlergehen
    Brigitte Hullmann: Guter Start für Hamburgs Kinder
    Prof. em. Dr. Timm Kunstreich: "Frühe Hilfen"? - besser: rechtzeitige!
    Gabriele Friederike Biehl: Die Frühen Hilfen - ein neues Handlungskonzept der Stadt
    Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker: Mehr Partizipation wagen ...