Der Verband Kinder- und Jugendarbeit

 

FORUM für Kinder- und Jugendarbeit Ausgabe 1/2015

Unter anderem mit Beiträgen von:

  • Dr. Wolfgang Hammer (ehem. Leiter Abteilung Kinder- und Jugendhilfe BASFI)
  • Prof. Dr. Friederike Wapler (Goethe-Uni FfM, Fachbereich Rechtsphilosophie)
  • Prof. Dr. (em.) Timm Kunstreich
  • Werner Pieper (Referent für QE und FoBi Parität HH)
  • Thomas Mörsberger (Vorsitzender DIJuF)
  • Stefanie Büchner (Lehrstuhl für Organisationssoziologie)
  • Viola Laux (BASFI)

Inhalt und Impressum hier

Liebe Leserinnen und Leser.

Kinder sind nicht das Eigentum ihrer Eltern. Erst recht nicht das Eigentum staatlicher Stellen oder von dort eingesetzter Personen und Organisationen; Kinder gehören sich selbst und Kinder haben Rechte. Sie haben Anspruch auf Schutz vor Gewalt, Misshandlung, Vernachlässigung und – zumindest – auf ein Mindestmaß an akzeptablen Lebensbedingungen. Guckt man in die UN-Charta, kommt noch einiges mehr dazu – da geht es um das Recht auf Gesundheit, Familie, Privatsphäre, Beteiligung an sie betreffenden Entscheidungen, Bildung und Förderung.

Grundsätzlich scheint man sich hierzulande bezogen auf Kinderrechte weitgehend einig zu sein, obwohl ein Blick auf die Zahlen, zumindest bezogen auf das UN-Recht auf soziale Sicherheit und auf Gleichbehandlung, einen anderen Trend zeigt: Die Kinderarmut steigt laut Armutsbericht des Paritätischen stetig, bei Alleinerziehenden liegt der Armutsanteil inzwischen bei 42,3. In Hamburg, der klassischen Millionärsstadt, ist diese Quote noch deutlich höher.

Wenig zufriedenstellend ist die Umsetzung der Kinderrechte auch, wenn man die Frage stellt, wo das Kind selber gehört und wahrgenommen wird, wo es sich selber vertritt und artikuliert und wo es in seinen eigenen Belangen selber entscheidet, kurz: wo es aktives Subjekt seiner Rechte ist und wo der Kinderwille tatsächlich zur Geltung kommt. Und kontrovers wird die Debatte schließlich bei der Frage, von wem ein Kind da, wo man ihm noch keine eigene Entscheidungsfähigkeit zutraut oder zubilligt, – bezogen auf sein persönliches „Kindeswohl“ – am besten vertreten werden soll.

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