Der Verband Kinder- und Jugendarbeit

 

Liebe Leserinnen und Leser!

Es gibt Jugendliche in Deutschland, die sich als „Straßenkinder“ durchschlagen, sie sind mal hier und mal dort, draußen, bei Freunden, bei guten oder schlechten „Bekannten“. Sie wollten oder mussten ihr vorheriges Leben bei den Eltern oder in den Heimen verlassen.

Die Schätzungen vom Deutschen Jugend Institut (DJI) gehen von bundesweit ca. 8.500 Minderjährigen ohne festen Wohnsitz aus, im 13. Kinder- und Jugendbericht wird die Zahl der dauerhaft obdachlosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf bis zu 9.000 geschätzt.

Betroffen von fehlenden eigenen Orten zum Wohnen und Leben sind nicht nur die minderjährigen „Straßenkinder“, sondern, wie der „Arbeitskreis Wohnraum für junge Menschen in Hamburg“ (AK-Wohnraum) ermittelt hat, um die 2.000 wohnungslose junge Volljährige alleine in unserer Stadt. Der AK-Wohnraum, ein Zusammenschluss von engagierten JugendarbeiterInnen, der sich seit vielen Jahren um die Belange dieser jungen Menschen kümmert und der sich – immer auch in Richtung Politik und Verwaltung – beharrlich einmischt, hat die Titelrubrik dieser Ausgabe maßgeblich mit gestaltet. Der AK-Wohnraum berichtet in seinem Beitrag über „14 Jahre Kampf für Krisenwohnungen und Notschlafstellen“, das Team von HUDE (Hilfe für junge, wohnungslose Menschen im Alter zwischen 16-27 Jahren in Hamburg-Nord) beschreibt anhand einiger anschaulicher Beispiele, wie man als junger Mensch in die Wohnungslosigkeit gerät – und welche Formen der sozialarbeiterischen Unterstützung geeignet sein können, mit den jungen Menschen einen möglichst passenden Ausweg zu finden.

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Ausgewählte Beiträge zum downloaden:

Das Spielmobil Falkenflitzer beschrieb im Heft 4/2015 die gerade strittige Debatte um seine weitere Finanzierung. Auf diesen Artikel haben wir eine Replik von Dr. Herbert Wiedermann aus der BASFI erhalten.