FORUM 4/2018


Liebe Leser*innen!

Was Sie hier in den Händen halten, ist ein ganz besonderes FORUM, so etwas gab es in dem 32-jährigen Bestehen unserer Fachzeitschrift noch nie: In dieser Ausgabe finden sie ausschließlich Beiträge von den Adressat*innen unserer Arbeit, von Kindern und Jugendlichen. Wir von der Redaktion sind der Meinung, dass sowohl in der Öffentlichkeit, Gesellschaft und Politik als auch im Feld der Sozialen Arbeit nach wie vor viel zu oft über junge Menschen gesprochen wird und sie selbst viel zu selten eine Stimme haben und Gehör finden. Daher haben wir uns entschlossen, dieses Heft komplett Kindern und Jugendlichen zur Verfügung zu stellen. Dafür wendeten wir uns an verschiedene Einrichtungen und Fachmenschen, stellten unser Projekt vor und baten um Unterstützung. Welche Einrichtungen sich beteiligten, können Sie der jeweiligen Kurzvorstellung am Ende des Heftes entnehmen.

In diesem Heft finden Sie sowohl Einzelbeiträge als auch Texte, die im Rahmen mehr oder minder strukturierter Projekte dieser Einrichtungen entstanden sind. Wichtig war uns jeweils, von thematischen Vorgaben abzusehen, sondern den jungen Menschen einen Raum zur Verfügung zu stellen, in welchen sie die Themen einbringen können, die für sie wichtig sind. So erreichten uns ganz unterschiedliche Beiträge, die nicht nur in der Länge, sondern auch in der Form der Ausgestaltung variieren: Junge Menschen zwischen acht Jahren bis Mitte 20 verfassten Gedichte, schrieben Texte, malten Comics, fotografierten und gestalteten Postkarten. Zum Teil wollten die Autor*innen gerne ein Autor*inneninfo mit oder ohne Bild, zum Teil sind die Namen auf ihren Wunsch auch durch selbstgewählte Pseudonyme verändert.

Gülay. Dane und Jule sowie Alina Essberger schildern uns, wie es ihnen hinsichtlich globaler politischer Entwicklungen geht, wie ihre Welt angesichts des Leids anderer Menschen über Kopf gestellt ist. Pascal fragt sich, wie es sein kann, dass so viele Freund*innen und Bekannte sich mit dem Thema Suizid beschäftigen und wie sich Religionen dazu positionieren: nicht sonderlich hilfreich, so seine Bilanz. Vatos Locas präsentiert zum Thema Deutschland verschiedene Forderungen, während Meryem und Andi ihren Stadtteil St. Pauli aus der Sicht von Kindern beschreiben.

Aus unterschiedlicher Perspektive verdeutlichen uns unsere Autor*innen die Relevanz der verschiedenen Hamburger Jugendhäuser und Mädchentreffs für ihr Leben. Von Pascal erfuhren wir, warum er sich im Jugendvorstand im CLIPPO Boberg engagiert, während Farouk Wali der regelmäßige Besuch im JuZ Vierlanden sein Ankommen in Hamburg erleichterte. Außerdem stellten Jugendliche aus unterschiedlichen Einrichtungen der OKJA in Form von Fotoessays ihre Sicht auf die Offene Arbeit dar.

Das vollständige Editorial finden Sie hier, das Inhaltsverzeichnis hier.

Ausgewählte Beiträge zum Download: