Der Verband Kinder- und Jugendarbeit

On The Run. Jugendarbeit in Bewegung

FORUM für Kinder- und Jugendarbeit Doppelausgabe 1 und 2/2009

Unter anderem mit Beiträgen von:

  • Joachim Gerbing
  • Norbert Struck
  • C. Blömeke, S. Müller, C. Veit, M. Yildiz
  • Joachim Schroeder
  • Michael Nieselt
  • Uwe Riez
  • Hans Joachim Plewig
  • Michael Lindenberg
  • Manfred Kappeler
  • Birthe Mews
  • Jan Heitmann
  • Silke Schlimme
  • Dirk Audörsch

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Auszug aus dem Editorial:
Liebe Leserinnen und liebe Leser!

Die Kinder- und Jugendarbeit steht vor Herausforderungen, die weit über das gewohnte Maß an Krisen, Ungewissheiten und Anforderungen hinausgehen. So ist, wie Joachim Gerbing es in seinem Beitrag zusammenfasst, die Offenen Arbeit verschiedenen Bedrohungen ausgesetzt, die ihren Fortbestand als eigenständiges Arbeitsfeld ernsthaft gefährden könnten. Zu nennen sind vor allem der Trend zur ganztägigen (Schul-)Bildung und die fachliche Vernachlässigung der Angebote für Jugendliche, deren Anliegen und Ansprüche wegen der Konzentration auf Familien und „frühe Hilfen“ kaum mehr Gehör und Beachtung finden.
Also Zeit, sich zu bewegen.
Bewegung ist in der Kinder- und Jugendarbeit Alltag. Sich und die Angebote stets zu hinterfragen und dem Bedarf der Zielgruppen, neuen fachlichen Erkenntnissen und sich verändernden sozialpolitischen Bedingungen etc. anzupassen, ist eine der zentralen Stärken des Arbeitsfeldes. Möglicherweise müssen nun einige der gewohnten und bewährten Methoden und Formen des Angebots überdacht und neue Kooperationsformen erprobt werden.
In diesem FORUM betrachten wir zunächst zwei der – aus unserer Sicht derzeit größten – Herausforderungen an die Kinder- und Jugendarbeit. Zum Einen befasst sich das FORUM mit dem aktuellen Diskurs um ganztägige Bildungsplanung und mit der Positionierung des Arbeitsfeldes innerhalb der sog. Bildungslandschaften.
Zum Anderen geht es in dieser Ausgabe um die kritische Betrachtung eines zunehmend kontrollierenden und strafenden Blicks auf „die Jugend“, um Maßnahmenpakete, die weniger auf Förderung und positive Entwicklungsbedingungen als auf Defizite und kindliche „soziale Auffälligkeiten“ zielen, hier am Beispiel der in Hamburg gestarteten „Gewaltprävention im Kindesalter“. Dabei wird auch der „Mythos Prävention“ grundlegend erörtert.
Um Bewegung, Veränderungen und Weiterentwicklung geht es auch in den folgenden Rubriken: u.a. mit Überlegungen zu ethischem Handeln, zu Anforderungen an die Theorie-Praxisentsprechung, zur Jungenarbeit und zur Situation von Flüchtlingskindern und -familien.
Im Serviceteil können Sie sich über eine Kritik am geplanten Kinderschutzgesetz und über Neuigkeiten von Anna und der ARGE informieren, außerdem stellen wir Ihnen wieder eine Reihe von Büchern vor.
Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern einen energischen Start in einen Sommer voller Bewegung!

Manuel Essberger und Maria Kalde


Ausgewählte Beiträge zum Download: