Der Verband Kinder- und Jugendarbeit

Zum Wohle des Kindes ...

FORUM für Kinder- und Jugendarbeit Ausgabe 1/2010

Unter anderem mit Beiträgen von:

  • Prof. Dr. Reinhart Wolff
  • Dr. Wolfgang Hammer
  • Prof. Dr. Michael Lindenberg
  • Peter Meyer
  • Prof. Dr. Manfred Neuffer
  • Christina Castelo

und vielen anderen.

Inhaltsverzeichnis und Impressum

Auszug aus dem Editorial (hier: Editorial in voller Länge)

Liebe Leserinnen und liebe Leser!

„Immer mehr Kinder Opfer von Vernachlässigung und Gewalt!“, „Deutschlands Kinderheime voll!“, „Kindeswohl in Gefahr, Zahl der Hinweise an Jugendämter steigt“ – so oder ähnlich titelten in den letzten Monaten Deutschlands Zeitungen. Und tatsächlich hat die Zahl „zum Wohle des Kindes“ aus den Familien genommener Minderjähriger in bisher kaum bekanntem Ausmaß zugenommen. Grund für das FORUM zu fragen, was sich in so kurzer Zeit so dramatisch verändert hat. Sind Deutschlands Eltern überforderter als früher? Sind sie schlimmer, rücksichtsloser und gewalttätiger gegen ihren Nachwuchs geworden? Oder führt vielleicht die gestiegene öffentliche Aufmerksamkeit, der Druck auf die Jugendämter und die Eingriffspraxis der Familiengerichte zu einer veränderten Wahrnehmung? Wenn ja, verbessert sich die Lage von Kindern dadurch? Sind Maßnahmen wie „Hamburg schützt seine Kinder“ erfolgreich? Oder schürt diese Entwicklung bei Kindern nun die Angst, bei all ihren Problemen möglicherweise auch noch von ihren Familien getrennt zu werden?  Was ist zu tun, um die Aufwachsensbedingungen der Kinder nachhaltig zu verbessern, Belastungen und Risiken zu minimieren und die Familien dabei so zu unterstützen, dass gewaltsame Eingriffe so selten wie möglich werden? Und nicht zuletzt, was kann die Offene Kinder- und Jugendarbeit dazu beitragen?

Wir dokumentieren im Kontext einer engagierten fachlichen Debatte um diese Fragen interessante Beiträge und beleuchten die verschiedenen Aspekte des „Kindeswohls“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Neben dem Kinderschutz geht es schließlich auch wieder um eine breite Palette weiterer Themen wie z.B. das neue Kindschaftsrecht, Sozialraumorientierung, das neue SAE-Programm, um eine Gesamtschule, die ihren Weg in die Ganztägigkeit beschreibt, und – nicht zuletzt – um Beobachtungen und Erfahrungen, die Studierende und OKJA-KollegInnen im Rahmen eines gemeinsamen Praxisprojekts miteinander gemacht haben.

Aber zuvor lassen wir erst einmal wieder Kinder zu Wort kommen. Wir haben sie gefragt, worin sie eigentlich selber die größten und bedrohlichsten Gefahren für sich sehen und wie sie davor von Erwachsenen geschützt werden wollen. Ihre Antworten haben wir direkt an den Anfang gestellt.

Viel Spaß beim Lesen!
Manuel Essberger und Maria Kalde


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