Der Verband Kinder- und Jugendarbeit

Eigen-Sinn und Selbst-Bestimmung

FORUM für Kinder- und Jugendarbeit Ausgabe 3/2012

Unter anderem mit Beiträgen von:

  • Schorsch Kamerun (Musiker)
  • Dr. Norbert Blüm (Bundesminiser a.D.)
  • Vanessa Bosse (Jugendarbeiterin)
  • Prof. Dr. Christoph Butterwegge
  • Arndt Paasch (Hamburger Schulleiter)
  • Prof. Dr. Birgit Herz
  • Dirk Bange (BASFI)
  • Uwe Gaul (Schulbehörde)
  • Dr. Wolfgang Hammer (BASFI)
  • Jan Heitmann (Jungenarbeiter)
  • Prof. Dr. Tassilo Knauf
  • Lotte Busch (Grundschullehrerin)
  • Prof. Dr. Michael Lindenberg
  • Dirk Audörsch (Sozialanwalt)
  • Prof. Dr. Tilman Lutz
  • Peter Maier (Lehrer und Buchautor)
  • Susanne Günsch (Reggiopädagogin)
  • Kurt Thünemann (Erziehungswisenschaftler)

Inhalt und Impressum hier ...

Liebe Leserinnen und Leser.

„Eine Tugend gibt es, die liebe ich sehr, eine einzige. Sie heißt Eigensinn“ schrieb Hermann Hesse seinerzeit in Sinclairs Notizbuch. Wie wird heute mit Eigensinn umgegangen, welche Rolle spielt dieses umstrittene Attribut in der modernen Gesellschaft? Welche Bedeutung wird dem Eigensinn in der familiären Erziehung beigemessen? Wie gehen unsere Bildungs- und Erziehunginstitutionen damit um – wird Eigensinn als Störung wahrgenommen oder als unverzichtbarer Teil des Miteinander und der Persönlichkeitsentwicklung?

Die gegenwärtigen Signale zu diesem Thema könnten gegensätzlicher kaum sein: Auf der einen Seite sehen wir täglich in den Medien, dass nur Individualität und Originalität jemanden interessant und vollwertig erscheinen lassen – angepasste Langweiler taugen nicht zu Werbezwecken. (...) Wer nun aber glaubt, die Zeiten normierender pädagogischer Haltungen gehörten der Vergangenheit an, der irrt. Noch nie wurden so viele Kinder mit ihren persönlichen Eigenheiten – seien diese nun Ausdruck in Anspruch genommener Freiheit oder auch schwieriger Aufwachsensbedingungen – als defizitär und gestört kategorisiert und behandelt. In vielen Feldern des Lebens gelten Eigenwilligkeiten und „auffälliges Verhalten“ immer noch als störend und sollen soweit möglich weggestraft und wegtherapiert werden. Kindliche Rebellion wird zur Krankheit gemacht. (...)

Das vollständige Editoral finden Sie hier ...

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