Der Verband Kinder- und Jugendarbeit

FORUM für Kinder- und Jugendarbeit Ausgabe 2/2015

Unter anderem mit Beiträgen von:

  • Prof. Dr. Willi Klawe
  • Erich Sass
  • Thomas Ritzenhoff
  • Kaja Boll
  • Anna Gallina
  • Detlef Schade
  • Prof. Dr. Tilman Lutz
  • Franziska Krömer
  • Dr. Wolfgang Hammer
  • Erzsébet Roth und Prof. Dr. Frank Früchtel

Inhalt und Impressum hier

Liebe Leserinnen und Leser.

Was in geschlossenen Einrichtungen von einem Teil der ehemaligen Insassen als wirksam beschrieben wird, ist die „bedingungslose Annahme“.

Dieser Satz von Tilman Lutz, der die aktuelle Ausgabe des FORUM einleitet, macht ein Dilemma der Jugendhilfe deutlich: In den stationären Erziehungshilfen sind die Soziale Ausschließung oder das Weiterreichen der sogenannten Schwierigen und deren räumliche Einschließung zwei Seiten einer Medaille, die sich gegenseitig bedingen und begründen. Die von der sozialpädagogischen Profession zurecht geforderte bedingungslose Annahme von Kindern und Jugendlichen hält in der Jugendhilfe in vielen Fällen nur, solange diese in den institutionellen Strukturen und den geregelten Abläufen keine größeren Störungen verursachen. Zeigen sich junge Menschen aber, herausfordernd, provozierend, vielleicht sogar agressiv, werden sie oft schnell auf den „langen Weg durch die Institutionen“ geschickt. Und ist die Heimkarriere erst eingeleitet, scheint sie kaum mehr zu stoppen – als vermeintlich letzte Alternative bietet sich die – i.d.R. geschäftsmäßig betriebene – Geschlossene Unterbringung an.

Wie es gelingen kann, eine Heimkarriere erfolgreich zu beenden, zeigen Erzsébet Roth und Frank Früchtel am Beispiel der Methode Familienrat. Anschließend erzählt ein Vater – in Form eines Märchens – über die Inobhutnahme seiner Kinder. Obwohl die Geschichte, wie es sich für ein Märchen gehört, ein glückliches Ende nimmt, bietet diese Wahrnehmung staatlichen Handelns aus familiärer Sicht viel Stoff zum Nachdenken. Danach spricht ein weitere junger Vater über seine Erfahrungen mit der Jugendhilfe: Er selber war als Kleinkind in ein Kinderheim gekommen und durchlief die folgenden 16 Jahre die verschiedensten Stationen, die das System der Hamburger Erziehungshilfen in dieser Zeit zu bieten hatte. (...)

Zum vollständigen Editorial gelangen Sie hier

Ausgewählte Beiträge zum Downloaden: